Ist ein fester Trainingsplan so sinnvoll?

Deine Sportliche Meinung

User Bewertung: 1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
4,67 von 5 Punkten, basieren auf 3 abgegebenen Stimmen.
Loading...Loading...

Matze vom Muskelaufbau1 Team Juli 5, 2013 1
Ist ein fester Trainingsplan so sinnvoll?
Es gibt Kraftsportler, die trainieren grundsätzlich ohne einen festen Plan. Die überwiegende Mehrheit hält sich jedoch fest an eine gewisse Struktur, was besonders für Anfänger sehr wichtig ist. Nur Sportler, die über jahrelange Erfahrungen verfügen, können auch mal auf einen Trainingsplan verzichten, denn sie wissen sich und ihren Körper genau einzuschätzen.
Die Vor- und Nachteile eines Trainingsplans erklären wir Dir im folgenden Text.

Kein Fortschritt ohne Plan!

muskelaufbau-mit-dem-richtigem-ernährungsplan

Immer wieder gibt es “Experten”, die ohne jeglichen Trainingsplan mit dem Kraftsport beginnen. Bloß: Auf Dauer kann das nicht gut gehen! Die perfekte Kombination von Regelmäßigkeit und Variabilität erreichst Du nur dann, wenn Du Deinen Übungseinheiten eine feste Struktur gibst. Ein sinnvoller Plan zieht sich wie ein roter Faden durch Dein gesamtes Training. Er sorgt dafür, dass Du die einzelnen Muskelgruppen nicht willkürlich und nach Lust und Laune beanspruchst, sondern Dich an Deine selbst gewählten Vorgaben hältst. Nur so kannst Du Deine gesteckten Ziele auch erreichen! Natürlich hat jeder Sportler seine ganz speziellen Lieblingsübungen, und das ist natürlich auch völlig in Ordnung so. Aber für ein wirklich toll definiertes Gesamtbild ist es nun einmal von großer Bedeutung, dass der ganze Körper trainiert wird. Wer da den Überblick über die einzelnen Einheiten und Übungen behalten möchte, braucht nun mal einen vernünftigen Plan!

Langweiliges Training? Zeit für Abwechslung!

Gegner eines Trainingsplans behaupten gerne, dass ein regelmäßiges Training nach einer festen Struktur auf Dauer ganz schön langweilig wird. Im Grunde stimmt das natürlich auch. Wer seine Übungen irgendwann mit einer schlafwandlerischen Sicherheit ausführt, wird keine Erfolge mehr zu verzeichnen haben. Schließlich gewöhnen sich auch die Muskeln mit der Zeit an die Belastung und sind keinen neuen Reizen mehr ausgesetzt.

Darum heißt die oberste Regel auch: Ein guter Trainingsplan muss immer mal wieder verändert werden! Als Richtlinie gilt dabei ein Zeitraum von etwa acht Wochen.

Dieser beständige Wechsel des Plans hilft auch Deinem Kopf:
Die Motivation steigt mit dem Beginn der neuen Abfolge wieder rasant an, Langeweile ist nun kein Thema mehr. Und auch Dein Körper freut sich natürlich, wenn die Muskeln auf eine neue Art und Weise gefordert werden.

Zusammengefasst lässt sich also festhalten:
Ein fester Trainingsplan hat den Nachteil, dass er schnell langweilig wird und zu keinen weiteren Erfolgen führt. Aus diesem Grund sollte er auch nach einigen Wochen immer wieder gründlich verändert werden, so dass sich der vermeintliche Nachteil dann in Luft auflöst.

Profis dürfen auch “ohne”!

Wer schon jahrelang im Training ist, kennt die perfekte Abfolge mit all ihren Varianten und Änderungen vermutlich in- und auswendig. Für diese Profis unter den Kraftsportlern ist ein Trainingsplan nicht mehr zwingend notwendig, auch wenn viele Sportler nicht darauf verzichten möchten. Sie haben den perfekten Rhythmus einfach im Kopf und ein sicheres Gefühl dafür entwickelt, was richtig ist und was nicht.

Man könnte einen Trainingsplan daher auch als eine Art “Krücke” bezeichnen: Am Anfang hilft er noch bei den ersten Gehversuchen, aber wenn das Laufen erst einmal gelernt wurde, braucht man ihn nicht mehr.

Nur: Bis das “Laufen” tatsächlich perfekt sitzt, vergeht ganz schön viel Zeit. Und in dieser Zeit geht es eben nicht ohne Hilfsmittel.

Ein weiteres Argument der zahllosen Befürworter eines Trainingsplans betrifft ein ganz anderes Thema. Eine feste Struktur spart nämlich auch jede Menge Zeit ein! Wer vor jeder Übung erst einmal überlegen muss, welches Gewicht denn nun eigentlich an der Reihe wäre, kommt meist völlig aus dem Rhythmus und lässt wertvolle Minuten verstreichen. Bist Du selbst noch eher ein Anfänger, solltest Du daher auf keinen Fall auf einen guten Trainingsplan verzichten.

Und nicht vergessen: Immer mal wieder für Abwechslung sorgen!

Ein Kommentar »

  1. Damian Minichowski Mai 29, 2014 at 10:16 pm - Reply

    Moinsen Matze,

    alles in allem kann ich dir da nur zustimmen. Für den Anfänger ist ein Plan definitiv sinnvoll. Später gibt einem der Erfolg recht.

    Wenn du ohne Plan trainierst und Fortschritte hast, dann bleib dabei.
    Wenn du ohne Plan trainierst und es geht nicht weiter, dann bist du nicht der Typ dafür.

    Mittlerweile gibt es einige Konzepte die sich an Autoregulation orientieren. Prominentes Beispiel ist das HFT – Hochfrequenztraining von Christian Zippel. Dafür muss man natürlich seinen Körper kennen und auf ihn hören können.

    Ich selbst trainiere gerne autoregulativ, aber ohne niederschreiben und notieren geht es nicht. Das heißt ich rechne schon mein Volumen aus und schaue, dass es progressiv voran geht.

    besten Gruß

hinterlasse einen Kommentar »