Ist ein Schulteraufwärmprogramm für die Rotatoren ratsam?

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Matze vom Muskelaufbau1 Team Februar 21, 2013 0
Das Aufwärmen ist eine sportliche Maßnahme, die Deinen Körper auf eine kommende Beanspruchung vorbereiten soll. Dabei wird nicht nur die allgemeine Körpertemperatur gesteigert, sondern auch die Durchblutung der Muskeln. Auch die Beweglichkeit von Bändern, Sehnen und Gelenken wird durch ein effizientes Aufwärmen verbessert, so dass die Verletzungsanfälligkeit auf ein Minimum sinkt. Viele Sportler fragen sich aber, ob gerade die Schulterrotatoren gesondert aufgewärmt werden sollen.

Ein allgemeines Aufwärmprogramm schließt die Rotatoren mit ein!

Wenn Du vor dem Training ein gutes Aufwärmprogramm absolvierst, profitieren selbstverständlich auch die Rotatoren davon. Viele Fachleute stehen daher auf dem Standpunkt, dass ein isoliertes oder separates Aufwärmprogramm für diesen Bereich Deines Körpers unnötig ist. Da gerade der Schulterbereich aber eine sehr empfindliche und verletzungsanfällige Region ist, die zudem beim Training oft entweder vernachlässigt oder zu stark beansprucht wird, kann ein gesondertes Schulteraufwärmprogramm in einzelnen Fällen durchaus hilfreich sein. Ob dies auch auf Dich und Deinen Körper zutrifft, musst Du allerdings selbst herausfinden, da jeder Mensch unterschiedliche Voraussetzungen und Anforderungen hat.

schulterdrücken

Rotatoren aufwärmen: So geht’s!

Ein wichtiges Hilfsmittel beim Aufwärmen der Rotatoren ist das sogenannte Flex- oder auch Theraband. Dieses Band wird zunächst einmal in Höhe des Ellbogens an der Sprossenwand oder an einer Tür befestigt. Dein Arm sollte dann angewinkelt am Körper anliegen. Nun fasst Du das Band und drehst es langsam nach außen, und zwar so weit wie möglich. Achte aber darauf, dass Dein Oberarm immer noch am Körper anliegt! Anschließend wird der Arm wieder in die Ausgangsposition zurückgeführt.

Diese einfache, aber zweckmäßige Aufwärmübung kann mehrmals wiederholt werden:

Drei Sätze mit jeweils 15 Wiederholungen sind absolut in Ordnung. Danach erfolgt der Armwechsel. Die Aufwärmübung für die Innenrotation erfolgt nach dem gleichen Prinzip, der Arm dreht das Band aber nicht nach außen, sondern nach innen.

schulterübung

Kein Band zur Hand? Aufwärmtipps ohne Hilfsmittel

Natürlich kannst Du ein kleines Aufwärmprogramm für die Rotatoren auch ohne Theraband oder andere Hilfsmittel durchführen. Ein einfaches Kreisen der Arme kann schon ausreichen. Wenn Du magst, kannst Du zu einem späteren Zeitpunkt auch ein leichtes Gewicht hinzunehmen. Die sogenannten Shoulder Twists werden immer wieder empfohlen, weil sie effektiv sind und auch von Anfängern leicht ausgeführt werden können.

Schmerzen in der Schulter? Ab zum Arzt!

Hast Du beim Aufwärmen oder Training Schmerzen in der Schulter, die sehr stark sind oder lange anhalten, solltest Du auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen. Wenn Du trotz Schmerzen Dein Programm durchziehst, gehst Du ein großes Risiko ein, denn gerade die Rotatorenmanschette ist sehr empfindlich. In puncto Sportverletzungen steht die Schulter immerhin an dritter Stelle: eine Tatsache, die Du nicht ignorieren solltest. Erkrankungen wie eine Entzündung der Schleimbeutel oder gar ein Riss in der Rotatorenmanschette sollten niemals auf “die leichte Schulter” genommen werden, denn der Verlauf kann schlimmstenfalls chronisch werden.

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