Unterstützen Hühnereier den Muskelaufbau?

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Matze vom Muskelaufbau1 Team August 1, 2013 0
Unterstützen Hühnereier den Muskelaufbau?
Hühnereier gelten als absolute Kraftpakete und Energiespender. Aber was ist wirklich dran an diesem Mythos? Können Eier tatsächlich einen positiven Effekt auf den Muskelaufbau haben? Solltest Du sie gleich roh verzehren oder Dir lieber ein paar Spiegeleier in die Pfanne hauen?

Eier: die ultimative Proteinquelle?

Um festzustellen, wie wichtig Eier für den Muskelaufbau sind, müssen wir zunächst einmal klären, was eigentlich drinsteckt. Nehmen wir das Eiklar: Es besteht zu 87 Prozent aus Wasser und hat einen Proteingehalt von 11,0 Prozent. Der Rest besteht aus Kohlenhydraten und Mineralstoffen.

Nun das Eigelb:
Es enthält 50 Prozent Wasser und beachtliche 32 Prozent Fett, dazu kommen noch Proteine (16 Prozent) und Mineralstoffe (2,0 Prozent). Im Prinzip sind Eier also die ultimativen Lebensmittel, die durch ihre perfekte Zusammenstellung nicht nur für Sportler unverzichtbar sind. Dazu kommt aber noch ein weiterer Aspekt. Nahrungsmittel werden nämlich nicht nur nach ihren Inhaltsstoffen beurteilt, sondern auch nach ihrer biologischen Wertigkeit. Diese Wertigkeit gibt an, wie gut Dein Körper die Proteine auch für die Muskeln nutzen kann. Bei Eiern liegt der Wert unumstritten bei 100: Deine Muskulatur kann das Eiweiß also vollständig verwerten. Und damit ist sicher: Ja, Eier sind in der Lage, den Muskelaufbau zu unterstützen!

Übrigens:
Kuhmilch hat eine biologische Wertigkeit von 91, Rindfleisch lediglich von 80. Eier sind also in der Hitliste der Wertigkeit nach wie vor die absoluten Spitzenreiter!

Vorbild “Rocky”: Eier á la Hollywood?

Der Boxheld aus den Erfolgsfilmen hat es uns vorgelebt: Rohe Eier sind für Sportler einfach ein “Muss”. Wirklich? Leider ist an dieser These überhaupt nichts dran, ganz im Gegenteil. Es wird sogar dringend davon abgeraten, regelmäßig rohe Eier zu verzehren. Zum einen natürlich wegen der Salmonellengefahr: Eine Salmonellenvergiftung ist nicht nur äußerst unangenehm, sondern sie kann auch ernsthafte Komplikationen mit sich ziehen. Für den Muskelaufbau sind rohe Eier außerdem extrem kontraproduktiv, denn das rohe Eiklar kann vom Körper nur sehr schlecht resorbiert werden. Bei gekochten oder gebratenen Eiern ist das Eiklar dagegen gut verdaulich. Die Eier sollten allerdings nicht zu hart gekocht werden, damit die wertvollen Inhaltsstoffe im Dotter nicht zerstört werden.

Eier: das A und O in der Sportlerernährung

Sofern Du nicht unter einer Fehlfunktion Deiner Cholesterinregulation leidest, was nur bei sehr wenigen Menschen vorkommt, kannst Du täglich unbesorgt zwei bis maximal drei Eier verzehren. Schließlich geht nur ein sehr kleiner Teil des über die Nahrung aufgenommenen Cholesterins ins Blut über. Noch vor einigen Jahren waren Wissenschaftler diesbezüglich anderer Meinung, mittlerweile konnten zahlreiche Studien aber belegen, dass Eier keinesfalls so schädlich sind, wir ihr Ruf einmal war. Bist Du Dir aber dennoch unsicher, kannst Du beim Hausarzt jederzeit ein Blutbild machen lassen, damit Deine Cholesterinwerte überprüft und überwacht werden können.

Außerdem bieten Eier noch mehrere weitere Vorteile: Sie sind erfreulich günstig in der Anschaffung, lassen sich schnell, einfach und vielseitig zubereiten und schmecken auch noch sagenhaft gut. Es sollte also keinen Grund geben, warum Du Hühnereier von Deinem Speiseplan streichen solltest. Für einen Kraftsportler sind sie immer noch ein unverzichtbarer Bestandteil der Nahrung.

Wer allerdings mitten in einer Diätphase steckt, sollte ein wenig aufpassen, denn Eigelb enthält, wie oben bereits beschrieben, relativ viel Fett. Dennoch musst Du auch während Deiner Diät nicht auf Dein geliebtes Rührei verzichten: Verwende einfach doppelt so viel Eiklar wie Dotter. Geschmacklich macht dies keinen Unterschied.




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