Fette 2

Deine Sportliche Meinung

User Bewertung: 1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
4,33 von 5 Punkten, basieren auf 3 abgegebenen Stimmen.
Loading...Loading...

Matze vom Muskelaufbau1 Team März 14, 2011 0
ernaehrung fette gesaettigte mehrfach ungesaettigte fettsaeuren

Fette haben im Körper des Menschen viele wichtige Funktionen.

Sie sind am Aufbau der Zellmembran beteiligt, erfüllen als Organfett in Herz, Nieren und Unterhautfettgeweben wichtige Aufgaben und stellen bei den Nieren einen mechanischen Schutz dar.

Das Unterhautfettgewebe ist eine Art schützendes Polster und schützt den Organismus vor Kälte bzw. Wärme. Als Depotfett stellt es einen Energielieferanten dar. Es liefert mehr als die doppelte Energie, die Kohlenhydrate und Eiweiße liefern. Aus diesen Gründen sollte Fett also niemals komplett vom Ernährungsplan gestrichen werden.

Viele Menschen glauben, dass es dick macht, wenn man Fett zu sich nicht. Das stimmt aber nicht. Wird dem Körper über die Nahrung zu wenig Fett zugeführt, dann verbrennt er körpereigenes Fett. Nimmt man hochwertiges Fett (mehrfach ungesättigte Fettsäuren) zu sich, baut der Körper das körpereigene Fett langsam ab. Um die Energie des Fettes in Schwung zu bringen, sollte allerdings trainiert bzw. Sport getrieben werden.
Weiterhin beinhalten Fette lösliche Vitamine (A,D,E und K).

Gesättigte Fette sind tierischer Herkunft und sollten – so gut es geht – vermieden werden. Ungesättigte Fette sind pflanzlicher Herkunft. Mehrfach ungesättigte Fette sind sowohl in tierischen als auch in pflanzlichen Produkten vorhanden. Ungesättigte Fette sollten vorwiegend verzehrt werden, denn sie helfen dem Körper dabei gesund zu bleiben und sorgen für einen geregelten Stoffwechsel.

Überaus wichtig sind hier die Linolsäure (z. Bsp. Distelöl) und die Linolensäure (z.Bsp. Leinöl). Diese beiden Stoffe kann der Körper nicht selbst herstellen. Erst wenn man dem Körper genügend davon zuführt, wird der Fettabbau angekurbelt und der Muskelerhalt gefördert. Gerade wenn man mitten in einer Diät steckt, sollte man diese Fette ausreichend konsumieren. Sie enthalten Omega 3- und Omega 6-Fettsäuren. Sie sorgen dafür, dass sämtliche Organe einwandfrei funktionieren.

1 Gramm Fett liefert dem Körper 9,3 kcal, also mehr als doppelt so viel wie Kohlenhydrate und Eiweiße. Durchschnittlich werden täglich etwa 30 – 50 Prozent der Kalorienzufuhr an Fetten konsumiert. Allerdings betrifft dies die gesättigten Fettsäuren, die man eigentlich eher meiden sollte. Dieser Anteil ist enorm hoch und sollte nicht nur aus ästhetischen sondern vor allem auch aus gesundheitlichen Gründen radikal reduziert werden. Der optimale Wert liegt bei 15 Prozent. Hält man sich an diesen Richtwert, kann man gesundheitliche Probleme meiden. Mit 15 % wird der Körper ausreichend mit fettlöslichen Vitaminen versorgt.

Pflanzliche Fette und deren Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren pro Gramm:
- Distelöl: 75
- Leinöl: 72
- Sonneblumenöl: 63
- Erdnussöl: 31
- Margarine: 24,8
- Kokosfett: 1,8

Tierische Fette und deren Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren pro acht Gramm:
- Gänseschmalz: 10
- Schweineschmalz: 10
- Rindertalg: 3,3
- Butter: 2,7

Bei der täglichen Fettzufuhr sollte vor allem auf die versteckten Fette geachtet werden, denn sie sind für den Fettaufbau verantwortlich. Viele Menschen wissen nicht in welchen Mengen und vor allem in welchen Nahrungsmitteln versteckte Fette vorkommen. Genau aus diesem Grund passiert es schnell, dass aufgenommenes Fett als Körperfett gespeichert wird und man zunimmt. Streicht man die versteckten Fette von seinem Speiseplan, ist dies der erste Schritt zu einer gesunden Ernährung.

Lebensmittel mit verstecktem Fett sind:
- Fleisch- und Wurstwaren
- Käse
- Kuchen und Torten
- Schokolade
- Nüsse
- Eier
- panierte Speisen
- Pfannkuchen
- Pommes Frites
- Mehlspeisen

Weiterhin sollte man sich nicht vor einer cholesterinreichen Ernährung scheuen. Dass man den Cholesterinspiegel erhöht, indem man sich cholesterinreich ernährt, ist wissenschaftlich nicht bewiesen. Der Cholesterinspiegel wird kaum durch die Nahrungsaufnahme beeinflusst. Jedoch sollte man es mit Lebensmitteln, die stark cholesterinhaltig sind, nicht übertreiben, da man sonst an Arteriosklerose erkranken könnte. Pro Kilogramm Körpergewicht sollte dem Körper täglich 1 Gramm zugeführt werden. Zwei Drittel davon sollten durch mehrfach ungesättigte Fettsäuren abgedeckt werden.

Die Fetttheorie:

Früher wurde Fett als Dickmacher bezeichnet und wurde gemieden wie kein anderer Nahrungsbestandteil. Und selbst heute wird von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung immer noch empfohlen, sich überwiegend fettarm und kohlenhydratreich zu ernähren, um Körperfett abzubauen und gesünder zu leben. Diese Aussage trifft jedoch nur auf Menschen zu, die sich mit viel Fett in Kombination mit Kohlenhydraten ernähren. Die Betonung liegt hierbei auf IN KOMBINATION!

Eine Hauptmahlzeit besteht beispielsweise aus Bratkartoffeln (Kohlenhydrate) und einem Schnitzel (Fett). Genau diese Kombination von Nahrungsmitteln (Kohlenhydrate und Fett) ist für die Fetteinlagerung im Körper verantwortlich. Zum Fettabbau kommt es durch solch eine Ernährung keinesfalls. Und von gesunder Ernährung kann auch nicht die Rede sein. Genau deswegen empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung eine kohlenhydratreiche, aber fettarme Kost. In erster Linie ist gegen diese Empfehlung auch nichts einzuwenden, denn kohlenhydratische Lebensmittel aufgrund des geringen Fettanteils eine niedrigere Energiedichte und damit eine wesentlich größere Masse als fetthaltige Lebensmittel.

Verdeutlichung am Beispiel der Kartoffel: Isst man Kartoffeln ohne Zusatz (z.Bsp. Soße), könnte man bei einer Zufuhr von 500 kcal etwa 700 Gramm Kartoffeln verzehren. Dies stillt zwar den Hunger, schmeckt jedoch nicht besonders gut. Isst man die Kartoffeln nun aber mit Soße, können bei gleicher Kalorienaufnahme nur noch 100 bis 200 Gramm Kartoffeln gegessen werden. Das essen schmeckt, macht aber nun nicht mehr satt.

Um gesund UND schmackhaft zu essen, muss eine Verlagerung der Nahrungszusammensetzung von Fetten zu Kohlenhydraten erfolgen.

Wie funktioniert das?
Nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit steigt der Blutzuckerspiegel – und somit auch der Insulinspiegel – an. Führt man dem Körper nun zusätzlich zu den Kohlenhydraten auch noch Fette hinzu, wird der Weg zu den Fettzellen durch das Insulin geöffnet. Die Kohlenhydrate sowie die Insulinausschüttung ebnen also den Weg für weitere Fetteinlagerungen. Das Fett soll also “schuld” sein, wenn wir zunehmen.

Die Atkins-Diät belehrt uns jedoch eines Besseren. Sie weist nach, dass bei reichlicher Fettzufuhr und gleichzeitigem Kohlenhydratverzicht eine Fettspeicherung fast nicht möglich ist.´Während einer Diät sollte keinesfalls auf Fette verzichtet werden. Der Kohlenhydrateanteil der Nahrung sollte reduziert werden. Die Fettzufuhr sollte dabei konstant bleiben, damit dem Körper genügend Energie zur Verfügung gestellt wird, die er während einer Diät unbedingt benötigt! Ebenso ist es wichtig, fettlösliche Vitamine aufzunehmen.




hinterlasse einen Kommentar »

You must be logged in to post a comment.