Übertraining

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Matze vom Muskelaufbau1 Team März 15, 2011 0
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Egal ob du Leistungs- oder Hobbysportler bist: Nahezu jeder kann vom Übertraining betroffen sein.

Was ist Übertraining? Wenn du trainierst und deinem Körper nicht genügend Zeit gibst, um sich zu erholen, ist Übertraining die Folge. Während deiner trainingsfreien Zeit hat dein Körper zwar die Chance sich zu erholen – fängst du jedoch zu früh wieder mit dem Training an, dann hat sich dein Körper noch längst nicht komplett regeneriert. Deine Leistung im Training wird sich daher nicht verbessern. Da du jedoch den Wunsch hast, dich zu verbessern, wirst du öfter und mehr trainieren und dich vielleicht sogar noch mehr anstrengen als sonst. Doch das ist ein Fehler. Dein Körper hat durch die kurzen Regenerationspausen keine Chance, sich auf dem bisherigen Level zu halten. Deine Leistungen im Training werden sich also nicht verbessern, sondern verschlechtern. Es kommt zum Leistungsabfall.

Ist ein Mann übertrainiert, dann sinkt der Testosteronspiegel ab. Bei übertrainierten Frauen bleibt häufig die Menstruation aus, da eine Störung im Zyklus vorliegt.

Übertraining – Formen, Arten und Symptome:

Übertraining tritt in zwei verschiedenen Formen auf: als sympathikotones Übertraining (betrifft vor allem junge Sportler) und als parasympathikotones Übertraining (betrifft überwiegend ältere Ausdauersportler). Leidest du am sympathikotonen Übertrainingssyndrom treten folgende Symptome auf:

(1) schnelle Ermüdung
(2) Konzentrationsmangel
(3) schnelle Reizbarkeit
(4) verminderte Trainingslust
(5) Appetitmangel
(6) Schlafstörungen
(7) innere Unruhe
(8) erhöhter Ruhepuls
(9) Kopfschmerzen
(10) Gewichtsverlust
(11) Nachtschweiß
(12) erhöhte Atemfrequenz bei Belastung
(13) Verletzungen häufen sich
(14) verzögerte Erholung

Bist du vom parasympathikotonen Übertrainingssyndrom betroffen, kommt es zu folgenden Symptomen:

(1) schnelle Ermüdung bei intensiver Belastung, aber nicht bei Ausdauerbelastung
(2) Antriebsschwäche
(3) erhöhtes Ruhebedürfnis
(4) Konzentrationsfähigkeit ist normal
(5) es wird noch mehr trainiert
(6) keine Schlafstörungen
(7) normaler Appetit
(8) langsamer Ruhepuls
(9) kein Gewichtsverlust
(10) Atmung normal
(11) normale Erholung des Körpers
(12) Überlastungsschäden

Wie du sicher feststellen wirst, erscheinen die Symptome beim parasympathikotonen Übertrainingssyndrom fast als normal. Daher ist es sehr schwer, den Übertrainingszustand sofort zu erkennen.

Wie stellst du fest, ob du an einem Übertrainingssyndrom leidest?

Solltest du intensiv trainieren und dich gesund ernähren und trotzdem einen Leistungsverlust feststellen, dann solltest du als erstes von einem Arzt ausschließen lassen, dass es sich um Blutarmut, Mineralstoffmangel, Schilddrüsen – oder Herz – und Kreislauferkrankungen, Allergien oder Infektionen handelt.

Hat dein Arzt all diese Möglichkeiten ausgeschlossen, kann er dein Blut untersuchen und anhand von Cortison – und Testosteronwerten, Adrenalin und Noradrenalin, Harnstoff, Magnesium Kalium und Kreatininkinase feststellen, ob es sich um ein Übertrainingssyndrom handelt.

Übertraining – Therapie und Behandlung:

Eine medikamentöse Therapie bei Übertraining gibt es bis heute nicht. Behandle die Symptome keinesfalls mit Nahrungsergänzungsmitteln oder Antidepressiva! Verhindere viel mehr die Ursachen für das Auftreten des Übertrainings. Empfehlenswert ist ebenso ein temporärer Wechsel der Belastung (kurzzeitig eine andere Sportart betreiben). Es gibt jedoch auch Fälle, in denen das Übertraining chronisch ist und monatelang andauert.

Je nachdem wie schwer der Patient vom Übertraining betroffen ist, fällt die Art und Länge der Therapie aus. Lass dich unbedingt von einem Sportarzt untersuchen! Gib deinem Körper ausreichend Zeit, damit er sich von allen Belastungen und Überbelastungen erholen kann. Leidest du nur an einer leichten Form des Übertrainingssyndroms reicht es meist schon aus für ca. 1 Woche mit dem Training zu pausieren.

Von Doping sollte in jedem Fall die Finger gelassen werden!

Übertraining vorbeugen und vermeiden:

Willst du sportlich erfolgreich sein, dann sollest du darauf achten, dass du Belastungs- – und Erholungsphasen optimal gestaltest. Verlasse dich immer auf deine körpereigenen Reize. Hast du beispielsweise Schmerzen in der Schulter, solltest du das Training unbedingt einstellen – und zwar solange, bis du wieder schmerzfrei bist. Dies dürfte meist nach 24 bis 48 Stunden der Fall sein. Hast du jedoch nach dem Training Muskelkater, dann benötigt dein Körper mehr Zeit, um sich zu regenerieren. Das soll jedoch keinesfalls heißen, dass Kraft – und Ausdauertraining nicht spürbar sein sollten.




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