Das Oldschool-Training von Sylvester Stallone

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Matze vom Muskelaufbau1 Team November 21, 2013 0
Das Oldschool-Training von Sylvester Stallone
Irgendwann einmal so auszusehen wie Sylvester Stallone in seinen besten Jahren: Welcher Kraftsportler träumt nicht insgeheim davon. Doch der Weg bis zu diesem Ziel ist extrem lang und hart, denn der Hollywoodstar begnügte sich natürlich nicht mit einigen lockeren Trainingseinheiten. Und nicht jede Methode, die er vor Jahrzehnten noch angewandt hat, ist heutzutage noch zeitgemäß, denn damals lagen häufig noch keine ausreichenden wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Auswirkungen eines echten Hardcore-Trainings vor. Dennoch befassen wir uns in diesem Artikel einmal etwas genauer mit dem Altmeister.

Werfe Deine Diäten über Bord!

In seinem Buch “Sylvester Stallone – lebe Deinen Traum” predigt der Schauspieler immer wieder, dass strenge Diäten keinen Sinn machen und sich für einen Sportler sogar eher nachteilig auswirken. Schließlich würden dabei hauptsächlich Wasser und Muskelmasse abgebaut. Stattdessen plädiert er dafür, auf eine gesunde Lebensweise zu achten und sich zwar ausreichend und bis zum Sättigungsgefühl, aber dafür auch bewusst, zu ernähren. Als Beispiel nannte er die italienische Küche, die ja vorwiegend aus frischem Gemüse, Olivenöl und Fisch besteht.

Stallone behauptet in seinem Buch weiter, dass er seit 40 Jahren die gleichen Lebensmittel zu sich nimmt … und sich einmal pro Woche einen Tag gönnt, an dem er alle Speisen genießt, die er mag. Selbst auf das regelmäßige Glas Rotwein verzichtet er nicht. Dafür legt er großen Wert auf ausreichende Proteine und gesunde Kohlenhydrate. Diese gesunde Lebensweise hatte er allerdings nicht von Anfang an verinnerlicht. Es gab Zeiten, da hielt er eine so strenge Diät, dass er sich während des Trainings übergeben musste, weil ihm vor Schwäche schwindelig war. An solchen Tagen nahm er lediglich 200 Kalorien zu sich und ernährte sich lediglich von Eiweißnahrung. Heute weiß er, dass dies nicht der richtige Weg ist.

Exzessives Training bis an die ultimative Grenze

Als Sylvester Stallone Mitte 30 war, trainierte er so intensiv und hart, dass der körpereigene Fettanteil auf unter drei Prozent gesunken war. Dies erreichte er ausschließlich durch ein unermüdliches Training, das selbst ihn an seine Grenzen gebracht hat. Gesund und empfehlenswert ist dies allerdings nicht: Wie man heute weiß, gilt ein Körperfettanteil von unter zehn Prozent bereits als bedenklich, normal wären in diesem Alter etwa 18 bis 22 Prozent gewesen. Seine Trainingsmethoden sollten daher auch auf keinen Fall nachgeahmt werden: Lese Dir also ruhig durch, wie der Filmstar für seinen durchtrainierten Körper gekämpft hat, lass aber bitte die Finger von solchen Methoden. Du schadest Dir damit nur selbst!

Sylvester-Stallone-rückenmuskeln

Wie er einmal zugab, sah sein Trainingsplan zeitweise folgendermaßen aus: Zunächst wärmte sich Stallone rund zehn Minuten auf, bevor er sich anschließend um seine Arme kümmerte. Etwa 45 Minuten lang pumpte er ununterbrochen Gewichte, um Trizeps und Bizeps zu formen. Danach widmete er sich ungefähr 25 Minuten seinen Schultern. Doch damit nicht genug: Es folgten jede Menge Sit-Ups, wobei er sich hier keine feste Anzahl als Ziel setzte, sondern ein Zeitlimit von wiederum 25 bis 30 Minuten. Zum Schluss absolvierte er noch einige Schulterdrehungen: Nach eigener Aussage sollen es etwa 500 gewesen sein. Er stellte sich dazu leicht breitbeinig auf den Boden, hielt einen Besenstiel hinter sich und drehte sich rund 500 Mal so weit nach rechts und links wie er nur konnte.

Zur Nachahmung definitiv nicht empfohlen

Sicherlich hatte Sylvester Stallone mit seinen Methoden Erfolg: Sein Körper ähnelte einer in Stein gemeißelten Statue, seine Filme brachen teilweise alle Rekorde. Dennoch solltest Du natürlich nicht versuchen, ihn oder seine Ernährungs- und Trainingspraktiken nachzuahmen. Zum einen brachten sie selbst ihn bis ans Limit, zum anderen können sie nachhaltige Schäden hervorrufen, die sich nicht wieder gutmachen lassen. Bedenke: “Normale” Menschen wie Du und ich, die weder weltberühmt noch superreich sind, haben zudem nicht die Möglichkeit, die besten Ärzte dieses Planeten zu konsultieren, falls sich körperliche Beeinträchtigungen bemerkbar machen. Außerdem hat selbst Stallone aus seinen Fehlern gelernt, da er ja in seinem Buch zugibt, dass Diäten keinen Sinn machen und sogar schädlich sind. Gönne Dir also Deine regelmäßigen Trainingseinheiten, achte auf eine gesunde Ernährung und Du wirst schon bald sehen, wie sich Dein Körper zu seinem Vorteil entwickelt. Hardcore-Methoden sind aber definitiv nicht der richtige Weg!




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