Macht es einen Unterschied, wenn ich morgens, abends oder nachts trainiere?

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Matze vom Muskelaufbau1 Team Januar 20, 2014 0
Macht es einen Unterschied, wenn ich morgens, abends oder nachts trainiere?
Gibt es eigentlich DIE beste Zeit für mein Training? Oder ist es einfach egal, ob ich früh am Morgen, am späten Nachmittag oder gar in der Nacht trainiere? Diese Fragen stellen sich nicht nur Menschen, die im Schichtdienst arbeiten, denn selbst Sportler, die den ganzen Tag zur freien Verfügung haben, sind oft unsicher, welche die beste Tageszeit ist.

Der frühe Vogel fängt den Wurm – wirklich?

Raus aus den Federn, rein in die Trainingsklamotten und ab ins Studio. Hört sich super an und macht auch ein gutes Gefühl, denn wer schon früh am Morgen so viel leistet, gönnt seinem Ego etwas Gutes und ist den ganzen Tag über zufrieden und ausgeglichen. So viel zum Thema Psyche. Leider spielt der Körper um diese Uhrzeit aber noch nicht richtig mit. Er läuft noch auf Sparflamme, denn das Herz-Kreislauf-System braucht eine gewisse Zeit, um in Gang zu kommen. In der Regel steht Dir beim morgendlichen Training also etwas weniger Energie zur Verfügung. Dazu kommt, dass Deine Muskeln nach der Nacht noch ziemlich steif sind: Auf ein korrektes und ausreichendes Aufwärmen solltest Du also ganz besonders achten.

Mittagszeit: Trainieren, wenn Deine Kollegen in der Kantine sitzen

Wer mittags trainiert, beugt dem gefürchteten Durchhänger vor, der sich um diese Zeit gerne bemerkbar macht. Der Kreislauf wird angekurbelt, was für eine verbesserte Sauerstoffversorgung im Körper sorgt, wer anschließend wieder zurück in den Job muss, ist konzentrierter und deutlich wacher. Außerdem kannst Du auf diese Weise eventuellen Stress vom Vormittag gut abbauen. Ein weiterer Vorteil: Um die Mittagszeit sind die Studios oft gähnend leer, so dass Du in einer völlig entspannten Atmosphäre trainieren kannst. Für Körper und Psyche ist diese Tageszeit also ideal, denn wer schon einige Stunden auf den Beinen ist, wird keine Probleme mehr mit steifen Gelenken, Muskeln oder Bändern haben. Dennoch: Auch wenn die Zeit in der Mittagspause vielleicht knapp ist, auf ein vernünftiges Aufwärmen darfst Du auch jetzt nicht verzichten.

Der späte Nachmittag: den wohlverdienten Feierabend sinnvoll nutzen

Auch wenn sich vielleicht erste Ermüdungserscheinungen bemerkbar machen: Dein Körper ist am späten Nachmittag auf Betriebstemperatur und bereit für große Taten. Selbst Wissenschaftler sehen die Stunden zwischen 15.00 und 19.00 Uhr daher als die beste Zeit für das Training an. Deine Muskulatur ist nun richtig schön flexibel, so dass Du weniger verletzungsanfällig bist. Außerdem kannst Du den Stress des Tages jetzt sehr gut abbauen, so dass Du später gut und erholt schlafen kannst. Nachteil: Zu dieser Zeit sind die Studios oft sehr voll.

Abendliches oder nächtliches Training: Sinn oder Unsinn?

Nach vollendetem Tageswerk hast Du jetzt meist viel Zeit, die Du zum Trainieren nutzen kannst. Allerdings fehlt vielen Sportlern nun die Power, denn ein langer Tag hinterlässt natürlich Spuren. Wer sich müde oder schlaff fühlt, lässt das Training dann auch gerne mal ausfallen, was für den Muskelaufbau nicht gerade förderlich ist. Ein weiterer großer Nachteil: Trainierst Du sehr spät, wirst Du anschließend vermutlich massive Einschlafprobleme haben, denn Dein Körper braucht etwas Zeit, um wieder runterzukommen.

Fazit

Zwar hat jede Tageszeit ihre Vor- und Nachteile, dennoch gelten die Stunden am Mittag und Nachmittag als ideal. Natürlich kommt es dabei auch immer auf den jeweiligen Einzelfall an, denn Job, Schule und familiäre Verpflichtungen stehen nun einmal an erster Stelle und kaum ein Sportler kann sich seine Trainingszeit frei gestalten. Außerdem kommt es immer auf den eigenen Lebensrhythmus an: Während Sportler A als Büroangestellter erst am späten Nachmittag an sein Training denken kann, hat Sportlerin B als Krankenschwester im Schichtdienst oft sehr unterschiedliche Trainingszeiten. Grundsätzlich kann zudem keine Tageszeit als schlecht angesehen werden, denn es geht ja schließlich darum, dass Du persönlich mit der von Dir gewählten Tageszeit klarkommst.




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