Unterschied zwischen Schnellkraft und Reaktivkraft

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Matze vom Muskelaufbau1 Team August 28, 2013 0
Unterschied zwischen Schnellkraft und Reaktivkraft
Durch die Fitness- und Kraftsportbranche geistern zahlreiche Fachausdrücke, deren Bedeutung selbst erfahrenen Sportlern nicht immer ganz klar ist. Interessante Beispiele sind die Bezeichnungen Schnellkraft und Reaktivkraft: Hier ähneln sich die Definitionen einander zwar sehr, dennoch gibt es kleine, aber feine Unterschiede, die wir hier gerne etwas näher erklären möchten.

Es gibt keinen Unterschied? Lass Dir das bloß nicht einreden!

Vielleicht haben Dir “wohlmeinende” Sportkameraden schon das eine oder andere Mal einreden wollen, dass es gar keinen Unterschied zwischen Schnellkraft und Reaktivkraft gibt. Dies ist vollkommen falsch! Die Zusammenhänge sind allerdings recht komplex und somit auch kompliziert, so dass sich viele Zeitgenossen gar nicht die Mühe machen, die Definitionen und Abläufe einmal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Schnellkraft: Volle Kraft zum Ziel

Schnellkraft bezeichnet die Fähigkeit eines Körpers, in einer möglichst kurzen Zeit das optimale Kraftmaximum zu erreichen. Die Art und Weise, wie das Kraftmaximum angewendet wird, kann dabei ganz unterschiedlich aussehen. Entweder wird der komplette Körper bewegt oder aber nur einzelne Bereiche … oder aber es werden Gegenstände, Maschinen oder Geräte bewegt. Die Schnellkraft lässt sich wiederum in viele verschiedene Gruppen einteilen. Die bekanntesten Beispiele sind die Schlagkraft, die Stoßkraft und die Zugkraft. In der Leichtathletik spielen dagegen vor allem Sprint-, Wurf- und Sprungkraft eine große Rolle. Wenn Du Deine Schnellkraft trainieren möchtest, solltest Du Übungen mit mittleren Gewichten durchführen, wobei die Wiederholungszahl maximal bei 15 liegen sollte. Bankdrücken und Kniebeugen sind ebenfalls sehr gut geeignet, um die Schnellkraft zu verbessern. Allerdings solltest Du vor und auch nach dem Training auf ein ausreichendes Dehnen achten, damit es nicht zu Verletzungen kommt. Denk außerdem daran, ausreichend Flüssigkeit zu Dir zu nehmen.

Aber was passiert eigentlich im Körper, wenn sich die Schnellkraft entfaltet? Dies lässt sich in nur wenigen Worten erklären: Der jeweilige Muskel erzeugt dabei in einem extrem kurzen Zeitraum eine sehr starke Spannung. Je nach Art der Übung kann es aber auch darum gehen, Widerstände mit einer außerordentlich hohen Kontraktionsgeschwindigkeit relativ problemlos zu überwinden.

Reaktivkraft: die perfekte Verknüpfung von Dehnung und Verkürzung

Mit Reaktivkraft wird die Fähigkeit bezeichnet, innerhalb der sogenannten Dehnungs-Verkürzungszyklen Deiner Muskeln einen extrem hohen Kraftstoß zu entwickeln. Da sich dies aber ein wenig kompliziert anhört: Stell Dir einfach vor, Du springst aus einer niedrigen Position plötzlich nach oben. Bei solchen Bewegungen kommt es zu abwechselnd zu einer Dehnung und Verkürzung der Muskeln. Der Impuls, der in einem solchen Zyklus entsteht, heißt Reaktivkraft. Natürlich kannst Du die Reaktivkraft auch trainieren.

Wenn Du den Schwerpunkt vor allem auf die Beine legst, könntest Du beispielsweise folgende Übungen durchführen:

  • Aus dem Stand mehrmals auf oder über ein Hindernis springen.
  • Seitlich zwischen einem (niedrigeren) Hindernis hin- und herspringen.
  • Über oder zwischen auf den Boden liegenden Reifen springen, wie es häufig in einschlägigen Spielfilmen zu sehen ist.

In den meisten Fällen umfasst das Training für die Reaktivkraft naturgemäß auch ein Sprungtraining. Selbstverständlich gibt es aber auch Übungen, die gezielt den Oberkörper fordern. Nehmen wir als Beispiel das Bizepstraining: Wenn Du die Hantel so weit wie möglich ablässt, so dass Dein Ellbogen fast schon überdehnt ist, und Du anschließend wieder sofort eine schnelle Aufwärtsbewegung durchführst, kommt es in den Muskeln ebenfalls zu den bereits erwähnten Dehnungs-Verkürzungszyklen.




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