L-Carnitin

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Matze vom Muskelaufbau1 Team März 7, 2011 0
L Carnitin Muskelaufbau Traingingsplan

L-Carnitin ist ein äußerst beliebtes Nahrungsergänzungsmittel und wird vorwiegend von Sportlern konsumiert.

Jedoch kann man L-Carnitin nicht nur als Präparat und über die Nahrung aufnehmen. Der Körper ist auch in der Lage, es selbst zu bilden. Dies geschieht in der Leber, in der Niere und im Gehirn. Der Carnitingehalt im Körper beträgt etwa 20 bis 25 Gramm. Davon befinden sich circa 98 Prozent in der Herz- und Skelettmuskulatur. Die restlichen 2 Prozent sind in der Leber und in der Niere. Pro Tag scheidet der Körper 20 mg Carnitin über den Harn aus. Carnitin sorgt in den Muskelzellen dafür, dass die langkettigen Fettsäuren (werden aus dem Fettgewebe gewonnen) in die Mitochondrien transportiert werden. Dort angekommen, werden diese dann verbrannt, wodurch dem Körper wiederum Energie zur Verfügung gestellt wird.

Ist eine Nahrungsergänzung durch Carnitin sinnvoll?

Es wird behauptet, dass L-Carnitin die Fettverbrennung während einer Gewichtsreduktion steigert und es verspricht Sportlern eine hohe Ausdauerleistung. Aus diesem Grund erscheint eine Nahrungsergänzung durch Carnitin auf den ersten Blick sinnvoll. Schaut man jedoch etwas genauer hin, dann können die Fettverbrennung und die Steigerung der Ausdauerleistung nur dann erfolgen, wenn das Carnitin auch in die Muskelzellen gelangt. Eine Nahrungsergänzung durch Carnitin bewirkt jedoch nur, dass der Blutplasmaspiegel ansteigt. Dies hat nichts mit einer Einlagerung in die Muskelzellen zu tun. Eine Einlagerung des Carnitins in die Muskelzellen durch ein Nahrungsergänzungspräparat ist praktisch unmöglich. Der Körper scheidet den Überschuss an Carnitin dann einfach über den Urin aus. Daher ist eine Nahrungsergänzung durch Carnitin nicht unbedingt sinnvoll.

Würde supplementiertes Carnitin in die Muskelzellen gelangen, dann würde dies noch längst nicht die Fettoxidation steigern. Warum? Die Verfügbarkeit von Carnitin und der Fettsäurentransport in die Mitochondrien sind nicht der entscheidende Punkt beim Fettabbau, sondern die hormonsensitive Lipase. Die Lipolyserate ist allerdings ein Prozess, der völlig carnitinunabhängig ist.

Carnitin bewirkt einen Fettsäurentransport.

Dieser läuft stets auf Maximalgeschwindigkeit ab. Supplementiertes Carnitin könnte diese Geschwindigkeit also gar nicht mehr steigern. In der Muskelzelle ist immer ausreichend Carnitin vorhanden. Es wird nicht verbraucht und steht dem Muskel immer wieder aufs Neue als “Transporter” zur Verfügung.
Selbst zu Carnitinmangelerscheinungen wird es im Körper niemals kommen. Der Körper scheidet Carnitin zwar über den Urin aus, aber auch nur die Menge, die er nicht benötigt (20mg pro Tag). Da man am Tag aber 10 bis 70 mg Carnitin aufnimmt und der Körper außerdem noch 15 mg täglich selbst produziert, ist der Bedarf stets gedeckt. Weiterhin speichert der Körper große Mengen an Carnitin. Zu einem Mangel, Verbrauch bzw., Verlust wird es also niemals kommen können.

Fazit zu C-Carnitin Einnahme:

Möchte man Fett verbrennen oder seine Ausdauerleistung steigern, macht die Supplementierung mit Carnitin keinen Sinn. Carnitinpräparate sollte man – wenn überhaupt – nur aus folgenden Gründen konsumieren:

(1) wegen der antioxidativen Wirkung
(2) wegen seiner gefäßaktiven Wirkung

Punkt Nummer (2) betrifft aber eher Menschen, die herzkrank sind oder Gefäßprobleme haben.
Für Sportler haben die beiden genannten Punkte allerdings keine Bedeutung.
Möchte man Carnitin dennoch ausprobieren, dann sollte man unbedingt beachten, dass es nicht zur Überdosierung kommt. Überdosierung hat nämlich Übelkeit, Erbrechen und Durchfall zur Folge. Außerdem steigert Carnitin die Schweißproduktion enorm. Dies ist für den Körper ein Flüssigkeitsverlust, den man ausgleichen muss, indem man viel trinkt. Es bringt auch keine Vorteile, Carnitin direkt vor dem Training zu sich zu nehmen. Viel mehr sollte man es in kleineren Einzeldosen über den gesamten Tag verteilen. Empfehlenswert sind 1 bis 2 Gramm Carnitin täglich. Achtung: Die Einnahme sollte aber auf 6 bis 8 Wochen beschränkt werden.

Weitere beiträge rund um L-Carnitin gibt es auf www.lcarnitin.org




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