Ist Muskelversagen beim Training Pflicht oder kann man dem aus dem Weg gehen

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Matze vom Muskelaufbau1 Team Januar 25, 2013 0
Das Phänomen Muskelversagen wird bereits seit Jahren heiß diskutiert. Ist es für ein effektives Training wirklich notwendig oder kannst Du getrost darauf verzichten? Bestimmt hast Du Dir diese Frage auch schon einmal gestellt. Und was genau ist mit Muskelversagen eigentlich gemeint?

Mythos Muskelversagen: für viele Kraftsportler ein “Muss”

Wenn Du nicht mehr in der Lage bist, eine bestimmte Übung zu wiederholen, weil Dir einfach die nötige Power fehlt, spricht man von einem Muskelversagen. In diesem Fall schafft es der Muskel nicht mehr, die angestrebte Leistung zu erbringen. Oder anders ausgedrückt: Beim Trainieren mit Gewichten und Hanteln ist es plötzlich unmöglich, das Gewicht zu kontrollieren oder gar zu heben. Oft spürst Du ein beginnendes Muskelversagen schon vor der eigentlichen Übung: Wenn nämlich der betreffende Arm bereits beim leichten Anheben des Gewichtes stark anfängt zu zittern.

Strongman

Das Training bis zum Muskelversagen ist vor allem bei Kraftsportlern nach wie vor extrem beliebt. Fakt ist jedenfalls, dass diese Methode meist schnell zum gewünschten Erfolg führt, in diesem Fall wäre das also eine ordentliche Zunahme der Muskeln. Der Nachteil ist allerdings, dass Dein Körper anschließend eine deutlich längere Regenerationsphase benötigt. Du solltest also unbedingt ausreichend lange Pausen einplanen!

Nur Training bis zum Muskelversagen ist gutes Training?

Das stimmt natürlich nicht! Einen effektiven Muskelaufbau erreichst Du auch ohne Muskelversagen, vielleicht benötigst Du dann einfach nur ein wenig mehr Zeit, bis Du an Deinem selbstgesteckten Ziel angekommen bist. Verzichtest Du auf diese Trainingsmethode, schonst Du Deinen Körper, der sich nach dem Training wesentlich schneller und besser regenerieren kann. Viele Sportler verzichten mittlerweile auf das Training bis zum Muskelversagen und wenden einen ganz einfachen Trick an: Sie hören bei der letzten, noch sauber ausgeführten Wiederholung der Übung auf.

maximalkraft

Um diesen simplen Kniff beherrschen zu können, ist es natürlich wichtig, dass Du Deinen Körper und seine Leistung richtig einschätzen kannst. Wenn Du lange genug trainierst und auf die Signale Deines Körpers achtest, wirst Du aber schnell merken, wenn Deine Muskeln kurz vor dem Versagen sind. Sagst Du zu diesem Zeitpunkt “Stopp“, hast Du in etwa genauso viel für den Muskelaufbau getan wie Deine Kameraden, die über diesen Punkt hinausgehen und tatsächlich bis zum Muskelversagen trainieren. Dein Vorteil: Du hast Deinen Körper keiner übermäßigen Stressbelastung ausgesetzt.

Kann dieses “Hardcore-Training” auch gefährlich werden?

Ja, das kann es unter Umständen tatsächlich! Bei einem sehr intensiven Training bis hin zum Muskelversagen werden im Körper häufig extreme mechanische Reize gesetzt. Dadurch kann die Zellstruktur der Muskelfasern geschädigt werden, was wiederum zu Entzündungsreaktionen und Schmerzen führen kann. In leichten Fällen handelt es sich dabei lediglich um den berühmten Muskelkater, es sind aber auch echte Verletzungen möglich. Da jeder Körper anderes reagiert, kann an dieser Stelle natürlich keine allgemeingültige Aussage gemacht werden: Achte beim Training also sehr genau auf Deinen Körper und gönne ihm anschließend eine längere Pause.

Und wie trainiere ich nun richtig?

Im Prinzip hast Du zwei Möglichkeiten:

  1. Training bis zum Muskelversagen, also schneller und intensiver Muskelaufbau, dafür wird der Körper aber einer deutlich stärkeren Belastung ausgesetzt und muss sich im Anschluss an das Training ausreichend regenerieren können.
  2. Ein leichteres Training, also ein langsamerer Muskelaufbau, dafür wird der Körper aber besser geschont.




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