Was ist wichtiger für den Muskelaufbau: Gewicht oder Pump?

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Matze vom Muskelaufbau1 Team Juli 22, 2013 0
Bei dieser Frage scheiden sich oft die Geister: Womit erziele ich bessere Effekte beim Muskelaufbau? Liegt das Geheimnis ausschließlich im Pump oder setze ich den Schwerpunkt besser auf die Gewichte? Um diese Frage beantworten zu können, müssen wir zunächst einmal klären, was beim Pump in Deinem Körper überhaupt passiert.

Mythos Muskelpump: Wahrheit oder Märchen?

Beim Pump sorgst Du dafür, dass besonders viel Blut in Deine Muskeln transportiert wird. Verantwortlich für diesen Effekt sind in erster Linie die Kontraktionen, die durch die verschiedenen Übungen verursacht werden. Die Zellen der Muskelgruppe, die Du gerade beanspruchst, füllen sich also mit deutlich mehr Blut, was wiederum für eine erhöhte Leistungssteigerung sorgt. Grundsätzlich hat der Pump aber keine Auswirkungen auf den Muskelaufbau, denn dabei kommt es ja vor allem darauf an, einen Reiz auf den Muskel auszuüben.

Das bloße Hineinpumpen von Blut ist aber natürlich kein richtiger Reiz. Dennoch muss der Pump aber doch einen gewissen Sinn haben, denn sonst würden doch nicht zahllose Kraftsportler auf ihn schwören? Ja, es gibt einen wichtigen Grund! Ansonsten hätte Mutter Natur die Funktion der erhöhten Blutzufuhr auch gar nicht eingerichtet!

Darum ist der Pump so wichtig

Beim Pump befördert Dein Körper ganz gezielt eine große Menge Blut in den jeweiligen Bereich. Wie bereits im oberen Abschnitt erwähnt, sorgt dieser Effekt für eine verbesserte Leistungsfähigkeit. Und genau das ist der Grund, warum der Pump beim Training eine wichtige Rolle spielt: Die Muskelgruppe entwickelt nun viel mehr Kraft und ist in der Lage, mit größeren Gewichten fertig zu werden. Für Dich bedeutet das folglich, dass Du den Muskel mit mehr Widerstand zum Wachstum stimulieren kannst.

Oder anders ausgedrückt: Du kannst plötzlich relativ problemlos einen größeren Reiz setzen. Und bekanntermaßen führt dies letztendlich zu einem erfolgreichen Muskelaufbau. Aber es gibt noch einen weiteren Grund. Durch die erhöhte Blutzufuhr werden dem Muskel nämlich auch viel mehr Nährstoffe zugeführt. Gerade all jene Nährstoffe, die für den Muskelaufbau so immens wichtig sind, sind nach dem Pump in rauen Mengen vorhanden. Gut für Dich und für Deinen Körper!

Letztendlich lässt sich also festhalten, dass der Pump alleine zwar kein Muskelwachstum herbeiführen kann, in Kombination mit den Gewichten leistet er aber einen wichtigen und eigentlich auch unverzichtbaren Beitrag.

Kann ich den Pump irgendwie verbessern?

Ja, es gibt einige kleine Tricks, die diesbezüglich hilfreich sein können. So solltest Du besser etwa zwei Stunden vor Deinem Training nichts mehr essen, denn wenn Dein Blut mit den komplizierten Vorgängen der Nährstoffaufnahme beschäftigt ist, kann es nicht gleichzeitig auch für einen Pump in den Muskeln sorgen. Außerdem solltest Du viel trinken, da der Pump bei einem ausreichend hydrierten Körper viel besser funktioniert. Viele Sportler schwören zudem auf Dropsätze, wobei die Wiederholungszahl durchaus zwischen 20 und 25 liegen darf.

Eine wichtige Regel betrifft auch den Beginn Deines Trainings. Versuche immer, gleich am Anfang jeder Einheit einen optimalen Pump zu erreichen. Zwei oder drei leichte Aufwärmsätze mit jeweils etwa 20 bis 25 Wiederholungen reichen diesbezüglich bereits aus. Auf diese Weise werden die Muskeln nicht nur perfekt aufgewärmt, sondern Du stellst auch gleichzeitig sicher, dass Du anschließend mit den richtigen (ausreichenden) Gewichten weitermachen kannst. Und last, but not least: Die Einnahme von Glutamin kann zwar keine Wunder bewirken, da dieses Nahrungsergänzungsmittel aber für eine verbesserte Wasserspeicherung in den Muskeln sorgt, führt dieser Effekt auch gleichzeitig zu einem besseren Pump.




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