Ab wann baut ein Muskel wieder ab?

Deine Sportliche Meinung

User Bewertung: 1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
3,00 von 5 Punkten, basieren auf 5 abgegebenen Stimmen.
Loading...Loading...

Matze vom Muskelaufbau1 Team Oktober 31, 2013 0
Ab wann baut ein Muskel wieder ab?
Ob wohl verdienter Urlaub in südlichen Gefilden, verletzungsbedingte Pause oder die ständigen Überstunden im Büro: Sicher musstest auch Du bereits die eine oder andere Trainings-Zwangspause einlegen. Und bestimmt hast Du Dich dabei gefragt, wie Deine Muskeln eigentlich mit dieser Auszeit umgehen. Ab wann bilden sie sich wieder zurück? Musst Du vor jeder Pause Angst haben, dass Dein hart erarbeiteter Traumbody wieder erschlafft?

Keine Angst vor einem rasanten “Muskelschwund”!

Das Wichtigste gleich vorweg: Einige Tage Pause bedeuten noch lange nicht, dass sich Deine Muskeln sofort und in einem atemberaubenden Tempo wieder zurückbilden. Du darfst Dir also ruhig auch mal eine kleine Auszeit gönnen. Eine Trainingspause von ungefähr einer Woche hat eigentlich überhaupt keine Auswirkungen. Der Muskelabbau beginnt allerdings bei jedem Menschen zu einem anderen Zeitpunkt. Dies hängt nicht nur von der genetischen Veranlagung ab, sondern auch von der Kondition, der körperlichen Bewegung während der Pause und einigen anderen Faktoren. Meist ist es aber nach etwa zwei bis drei Wochen soweit. Aber keine Panik: Erstens verläuft der Muskelabbau natürlich nur langsam und nicht etwa in einer atemberaubenden Geschwindigkeit. Und zweitens hat Dein Körper für einen solchen Fall bereits Vorsorge getroffen.

Der clevere “Memory-Effect” Deiner Muskeln

Wusstest Du schon, dass Deine Muskeln eine Art Erinnerungsvermögen besitzen? Dieses tolle Phänomen führt dazu, dass der Wiederaufbau Deiner Muskeln nach der Trainingspause wesentlich schneller erfolgt als der einstige Neuaufbau. Durch diesen beschleunigten Wiederaufbau erreichst Du Dein altes Niveau bereits wieder in relativ kurzer Zeit, so dass die Trainingspause schnell in Vergessenheit gerät und sich irgendwann kaum mehr bemerkbar macht. Dieser “Memory-Effect” sollte also Grund genug sein, dass Du insbesondere nach Verletzungen die vom Arzt empfohlene Pause auch tatsächlich einhältst. Eine verfrühte Rückkehr ins Training bringt Dir für den Muskelaufbau nämlich herzlich wenig, kann unter Umständen aber schwerwiegende Folgen für Deine Gesundheit haben.

Der richtige Einstieg nach der Pause

Nach der Trainingspause solltest Du Deinen Körper ganz behutsam wieder an die regelmäßigen Übungen gewöhnen. Beginne lieber mit etwas niedrigeren Gewichten, denn ansonsten könnte es passieren, dass es zu Muskelverletzungen oder einer Überdehnung von Sehnen und Bändern kommen kann. Auch die Anzahl der Wiederholungen sollte sich anfangs in Grenzen halten. Steigere also die Wiederholungsanzahl im gleichen Maße wie die Gewichte und achte darauf, dass Du Deinen Körper in den ersten Tagen nicht zu stark strapazierst.

Wissenswertes rund um Trainingspausen und den Muskelabbau

Hast Du Dir auch schon einmal die Frage gestellt, warum Dein Körper nach einer gewissen Zeit mit dem Abbau von Muskelmasse beginnt? Nun, das ist im Grunde ganz einfach. Muskeln verbrauchen jede Menge Energie, und das nicht nur bei Bewegung oder körperlicher Anstrengung, sondern auch im Ruhezustand. Unser Körper ist allerdings darauf “programmiert”, so wenig Energie wie nur irgendwie möglich zu verbrauchen. Wenn dann also die bisher gewohnten Belastungen durch das regelmäßige Training plötzlich ausbleiben, stellt der Organismus um auf “Sparmodus” und möchte die Muskeln, die ja nun nicht gebraucht werden, wieder abbauen. Im Prinzip ist dies also ein eingebauter Energiesparmechanismus.

Übrigens: Bist Du aus Zeitgründen gezwungen, eine längere Trainingspause einzulegen, kannst Du den Muskelabbau dennoch weitestgehend verlangsamen oder gar verhindern. Etwas Zeit musst Du aber dennoch investieren, auch wenn Du nicht die gewohnten Termine im Fitnessstudio wahrnimmst. Setz dafür lieber auf komplexe Übungen, die du teilweise auch ganz leicht zu Hause in Deinen vier Wänden ausführen kannst. Klimmzüge, Kniebeugen und Bankdrücken wären beispielsweise solche Alternativen.




hinterlasse einen Kommentar »

You must be logged in to post a comment.